Highlights: So reist du durch Kanadas Westen

Während einer Reise durch West-Kanada kannst du Bären und Hirsche sehen, durch die Rocky Mountains wandern, Wale auf Vancouver Island beobachten oder im Stanley Park in Vancouver die Seele baumeln lassen. Je mehr Zeit du mitbringst, desto besser kannst du in die unberührte Natur eintauchen und unvergessliche Eindrücke sammeln.

 

Wenn du deinen Work and Travel-Aufenthalt in Kanada planst, solltest du dir zunächst überlegen, wo du starten willst. Toronto und Vancouver sind die Metropolen, die als Ausgangspunkt von Work and Travellern häufig gewählt werden und in denen auch du dein Abenteuer beginnen kannst. Im Osten zu starten bedeutet viele Metropolen, eine kürzere Zeitverschiebung zu Europa und einen günstigeren Flug.

Entscheidest du dich für Ost-Kanada als Ausgangspunkt deiner Zeit in Kanada, startest du sehr wahrscheinlich in Vancouver. Die Stadt an der Pazifikküste liegt nur 45 Kilometer nördlich der US-amerikanischen Grenze und ist die größte Stadt im östlichen Teil Kanadas. Vancouver wurde schon mehrfach zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität der Welt gewählt. Der Grund dafür ist neben dem schönen Stadtbild besonders die Lage.

Warum du unbedingt Vancouver besuchen solltest

Eingebettet zwischen dem Ozean und Bergen bietet die Stadt mit dem für Kanada verhältnismäßig milden Klima sowohl Wintersportlern als auch Surfern und Seglern ein attraktives Ziel. Mehr als 600.000 Einwohner hat das in British Columbia liegende Vancouver, in der Metropolregion leben sogar mehr als 2,3 Millionen Menschen. Zahlreiche Studenten leben in der Stadt, was sie quirlig, jung und modern macht. Als Ausgangspunkt für dein Work and Travel-Abenteuer bietet sich Vancouver perfekt an und lädt besonders in den Sommermonaten zum längeren Verweilen ein.

Sehenswürdigkeiten, die du in Vancouver keinesfalls verpassen solltest, sind unter anderem der Stanley Park, Kanadas größter Stadtpark. 400 Hektar und circa eine halbe Million Bäume laden zur Entspannung direkt neben der Innenstadt von Vancouver ein, was diesen Park so besonders macht.

Auch den Hafen, die Dampfuhr in Gastown und das Nachtleben auf Granville Island solltest du in Vancouver auf keinen Fall verpassen.

Der perfekte Ausgangsort für dein Work and Travel-Abenteuer

Vancouver ist eine sehr internationale Stadt, in der Menschen aus aller Welt leben, was sowohl die Stimmung als auch das kulturelle und kulinarische Angebot der Stadt sehr besonders macht. Wenn du in Vancouver mit Work and Travel startest, solltest du dir unbedingt genügend Zeit nehmen, um die Stadt ausreichend zu erforschen.

Selbst nach mehreren Wochen wird es dir hier nicht langweilig und vielleicht findest du sogar deinen ersten Job in Vancouver und hast die Chance dort längerfristig zu leben und zu arbeiten. Vancouver ist umgeben von Stränden, die dir im Sommer die Möglichkeit zur Erholung bieten. Innerhalb von einer halben Stunde bist du in den Skigebieten nahe der Stadt und kannst im Winter die Pisten unsicher machen.

In Vancouver gibt es unzählige Hostels, in denen du für 15 bis 20 C$ die Nacht im Schlafsaal übernachten kannst. Dort findest du auch schnell Anschluss an andere internationale Reisende, weshalb du diese Art der Unterkunft nicht nur aus Kostengründen vorziehen solltest.

Arbeitsmöglichkeiten gibt es in Vancouver viele. Du kannst im Tourismus arbeiten und bei Stadtführungen mitwirken, du kannst in Bars und Restaurants jobben oder in Supermärkten und Hotels aushelfen. Auch Bürojobs wirst du in Vancouver finden.

Whale Watching und Lachse angeln auf Vancouver Island

Um im Westen Kanadas zu arbeiten gibt es weitere reizvolle Orte, über die du dich im Vorfeld als Station auf deiner Reise informieren solltest. Vor Vancouver liegt beispielsweise Vancouver Island, die größte Insel im Pazifik. Die Insel ist bei Touristen sehr beliebt, weshalb es in diesem Segment auch viele Jobs gibt. Von März bis Oktober ist Whale Watching Saison auf Vancouver Island und du kannst zum Beispiel vom Städtchen Tofino aus in Betrieben mitarbeiten, die das anbieten.

Auf einer Reise durch Vancouver Island sollte ein Besuch in der Stadt Victoria nicht fehlen, der Hauptstadt von Vancouver Island. Der Pacific Rim Nationalpark, der Seal Bay Regional Nature Park und der Goldstream Provincial Park sind weitere Highlights auf deiner Reise durch Vancouver Island.

Dabei begegnen dir Lachse, Seelöwen und Robbenbabys und zudem unberührte Natur, Strände und Flüsse, Gebirge, Regenwälder und malerische kleine Orte. Du erreichst Vancouver Island am besten mit der Fähre von Vancouver aus. Um sich vor Ort fortzubewegen empfiehlt sich ein Mietwagen oder Camper – jedoch können einzelne Städte auch über Busse erreicht werden oder über organisierte Touren Teile der Insel erkundet werden.

Vancouver Island ist für sein mildes Klima bekannt und kann ganzjährig bereist werden. Am blauesten strahlt der Himmel im August und September.

Verpasse nicht die atemberaubenden Nationalparks in den Rocky Mountains

Wenn es dich von Vancouver aus in die Berge zieht, ist das kein Problem. Neben der bekannten Skiregion Whistler kannst du von Vancouver aus in wenigen Stunden in die Rocky Mountains fahren.

Die bekannten Nationalparks Jasper und Banff sind ein Muss für jeden West-Kanada-Besucher und lohnen aufgrund ihrer beeindruckenden Natur. Eisblaue Seen locken umgeben von hohen Bergen jährlich unzählige Besucher an und auch du solltest dir diese Anblicke wie zum Beispiel am Lake Louise nicht entgehen lassen.

Im Sommer werden in den Nationalparks immer helfende Hände gebraucht, im Winter kannst du in den Skigebieten in den Rocky Mountains wie zum Beispiel Whistler nach Jobs fragen, wenn du in dieser Region arbeiten möchtest. Um die Nationalparks zu erkunden empfiehlt es sich, ein Auto oder einen Camperbus zu mieten. Zwar kannst du die Städte Banff oder Jasper auch mit dem Zug oder dem Greyhound Bus erreichen, allerdings wirst du dann nur kleine Teile der atemberaubenden Landschaft sehen.

Weitere Highlights im Westen Kanadas

Von Banff aus kannst du Calgary gut erreichen, die größte Stadt zwischen Vancouver und Toronto. In Calgary wurden im Jahr 1988 die olympischen Winterspiele ausgetragen und auch heute noch können dort die alten Spielstätten besucht werden.

Wenn es dich in eher wärmere Gefilde zieht, ist das Okanagan Tal vielleicht etwas für dich. Dank des Mikroklimas wächst dort sogar Wein und im Frühjahr und Sommer kannst du dort bei der Obsternte und im Herbst bei der Weinernte mithelfen.

Abgelegen, kalt und rau geht es in Kanadas Norden zu. In Yukon, das an Alaska grenzt, findest du wilde Natur, einsame Wälder und rauschende Flüsse. Große Städte gibt es in Yukon keine, dort wirst du nur kleinere Ortschaften finden und verhältnismäßig wenig Menschen.

Wie du dich in West-Kanada fortbewegen kannst

Für deine Reise durch den Westen Kanadas empfiehlt es sich, zumindest für Teilstrecken einen fahrbaren Untersatz zu mieten. Einige Backpacker entscheiden sich direkt von Beginn an für den Kauf eines Autos, das sie zum Ende ihrer Zeit wieder weiterverkaufen. Falls du jemanden kennenlernst, mit dem du eine gewisse Zeit lang gemeinsam reisen möchtest oder falls du eh schon mit einem Freund oder einer Freundin nach Kanada kommst: Denkt auf jeden Fall über den Kauf eines Autos nach, da es deutlich günstiger sein kann, als für mehrere Wochen eines zu mieten.

Allerdings birgt der Kauf eines Autos auch immer Risiken – schließlich muss der Wagen auch wieder verkauft werden, damit sich die Anschaffung lohnt. Ein Auto zu kaufen lohnt nur, wenn ihr wirklich viel fahrt. Die Versicherung ist nicht ganz günstig und die Abwicklung des Kaufs auf Englisch ist auch nicht für jedermann geeignet. Wichtig ist, dass du einen internationalen Führerschein besitzt, wenn du in Kanada selber Autofahren willst. Diesen beantragst du schon in Deutschland – er kostet 15 Euro.

Schlafen und Campen in West-Kanada

Mit einem Campervan seid ihr im Westen Kanadas maximal flexibel und könnt sowohl auf Vancouver Island als auch in den Rocky Mountains preisgünstig übernachten und viel sehen. In Städten wie Vancouver, Victoria oder Calgary brauchst du kein Auto – dort kannst du dich mit öffentlichen Verkehrsmitteln fortbewegen und dir die zusätzlichen Kosten sparen.

Wenn du überwiegend mit Bussen durch Kanada reisen willst, solltest du dich bei Hostelling International registrieren. Mit dieser Mitgliedschaft erhältst du auf die Greyhound Busse 10 % Rabatt und kannst so noch günstiger reisen.

Was Unterkünfte angeht, kannst du sowohl in Hostels als auch privat bei Gastfamilien wohnen. Auch an Ferienwohnungen, Blockhütten, Zeltplätzen und Hotels mangelt es nicht, sodass du die freie Auswahl hast, wo du während deiner Reise durch West-Kanada schlafen willst.

 

 

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